Lange hab ich den Blog vernachlässigt, heute "missbrauche" ich ihn um einfach einen langen Text auch auf diesem Weg zugänglich zu machen: die Vorhaben der Grünen Wirtschaft für die Fachgruppen/den Fachverband Werbung und Marktkommunikation. Ich bitte um Nachsicht, dass ich nicht die Zeit habe, die Inhalte web 2.0-mäßig aufzubereiten, sondern einen in anderem Zusammenhang geschriebenen Text einfach via cut & paste hier rein stelle.
***
Grüne Ideen für eine effiziente Interessenvertretung
Werbung und Marktkommunikation:
Arbeitsvorhaben für die Periode 2010 bis 2015
Mit dem Jahr 2000 zog die Grüne Wirtschaft erstmals in die Fachgruppe Werbung Wien ein. Seitdem konnten zahlreiche Akzente gesetzt werden die den Mitgliedern, vor allem den Kleinunternehmen und Ein-Personen-Unternehmern konkreten Nutzen brachten.
Auch die anderen Fraktionen konnten von nun an diese große Gruppe nicht mehr ignorieren – mittlerweile etablierte Services - wie der Versicherungsservice der Fachgruppe Werbung Wien und die Ausweitung der Weiterbildungsangebote für Mitglieder - sind konkrete Ergebnisse dieser Arbeit
Seit fünf Jahren stellt die Grüne Wirtschaft mit Dr. Peter Drössler den Obmann im Bundesfachverband Werbung und Marktkommunikation. Er konnte - obwohl die Grüne Wirtschaft über keine Mehrheit im Ausschuss verfügt und die finanziellen Mittel des Bundesverband im Vergleich zur Ausstattung der Fachgruppen auf Landesebene eher bescheiden ist - wichtige Impulse geben:
- Die Neuorganisation des Werberates,
- konsequentes Lobbying für mehr Transparenz bei der Vergabe öffentlicher Etats und
- der Einsatz für eine laufende Qualitätssteigerung in der Branche - durch kontinuierliche Zusammenarbeit mit
Ausbildungsinstitutionen ebenso wie durch einen offenen Blick über die Grenzen des Landes (Euroforum, Marktberichte über CEE-Staaten, federführende Rolle des Fachverbandes bei der Gründung der EFCCE um nur ein paar Punkte zu nennen)
waren wesentliche Schwerpunkte in der politischen Arbeit.
In der Periode 2010 bis 2015 möchte die Grüne Wirtschaft ihren erfolgreichen Weg in ihrer Arbeit für die Kommunikationsbranche fortsetzen und mit einem starken Team ihr Engagement noch weiter verstärken. Denn es gibt noch viel zu tun.
Das Angebot der Grünen Wirtschaft an die Mitglieder lautet:
Öffnung der Fachgruppe für mehr Kommunikation, mehr Dialog und gemeinsame Aktivitäten. Dazu braucht es ein anderes Kommunikationsklima, bessere Schnittstellen und andere Services.
Nachfolgend einige Schlüsselprojekte, die wir in der nächsten Periode umsetzen wollen. Und ein Versprechen: mit einer starken Grünen Wirtschaft werden die Mitglieder in Zukunft mehr Mitsprache, mehr Kontrolle über die Verwendung ihrer Mitgliedsbeiträge erhalten und sie werden mehr Nutzen aus ihrer Mitgliedschaft ziehen.
1 - Professionalisierung statt Selbstinszenierung
Gerade in der Werbebranche gehen die Angebote der Kammer an den Bedürfnissen einer Mehrzahl der Mitglieder vorbei. Der Großteil der nicht unbeträchtlichen Mittel wird für klassische Eigenwerbung verwendet. Die Mitglieder finanzierten dies mit ihren Beiträgen und haben keinerlei Nutzen davon.
Kostspielige Veranstaltungen wie Landespreise (in acht der neun Bundesländer), Fachgruppentage oder gesponserte Konferenzen (Medientage) richten sich nur an einen Bruchteil der Mitglieder, kosten viel und bringen wenig. Für Informations- und Weiterbildungsangebote bleiben im Vergleich dazu kaum Mittel übrig.
Diese Situation will die Grüne Wirtschaft verändern:
- Zumindest eine Verdoppelung der Mittel für Training und Weiterbildung
Ein breiteres, intensiver beworbenes und aktuelleres Angebot an Bildungsveranstaltungen für Mitglieder ist dringend notwendig. Der Bedarf ist gegeben, die Mittel müssen endlich bereit gestellt werden.
- Mentoring für NeueinsteigerInnen
Die Fachgruppen sollen als Vermittlungsinstanz zwischen erfahrenen Branchenmitgliedern und NeueinsteigerInnen fungieren. Ein Mentoring-Day als Kick-off gibt Starthilfe.
- Bewerbung der Qualität der Dienstleister aus der Branche
Statt für Eigenwerbung soll das Werbebudget der Fachgruppe für eine Bewerbung der Leistungen der Mitglieder verwendet werden. Dabei legen wir Wert darauf, dass wirklich die Inhalte und nicht die SpitzenfunktionärInnen beworben werden.
- Qualtitätsinitiative Marktforschung
Aktionen gegen missbräuchliche Verwendung von Marktforschung (Volksbefragung, Scheinumfragen), Einsatz eines Marktforschungsrates und Schaffung einer universitären Ausbildung für Marktforschung. (Siehe. ergänzende Actionpoints Marktforschung als Anlage)
2 - Bar Camp statt Kammerhierarchie
Statt Scheinaktivitäten, immer gleichen Sprüchen und einer jährlichen Show wollen wir echten, dauerhaften und nachhaltigen Dialog mit den Mitgliedern. Aktuelle Themen und Trends müssen breiter diskutiert werden, die Arbeit der Fachgruppe damit stärker an den Bedürfnissen der Mitglieder ausgerichtet werden.
Die verstaubten Ausschüsse benötigen lebendigen Input direkt von den Betroffenen. Während die anderen Fraktionen bei jeder Gelegenheit (nicht ohne Grund) auf die Verschwiegenheitspflicht über die Arbeit der Fachgruppenausschüsse pochen, wollen wir die Türen öffnen und die Mitglieder zur aktiven Teilhabe einladen.
Die Fachgruppe als Businessplattform
Kooperationen mit anderen Branchenorganisationslinien der Kammer (etwa in Form monatlicher Branchen-Jour fixes) findet bis dato nicht statt. Die WKO funktioniert als Setzkasten mit schier unüberwindlichen Grenzen zwischen den einzelnen Branchenorganisationen. Diese Grenzen wollen wir überwinden, das Netzwerkpotential der Kammer nutzen und in den Dienst der Mitglieder stellen.
Wir möchten unsere Mitglieder einladen, im Rahmen von Informationsveranstaltungen aktiv Mitglieder anderer Gewerbe (Sparte Handel, Sparte Gewerbe & Handwerk etc.) anzusprechen. Statt an der Kammerbürokratie muss sich die Arbeit an Marktstrukturen orientieren. So können gemeinsam Strategien für ein funktionierendes regionales Wirtschaftsnetz entwickelt werden.
Eine Mischung aus Börse, Messe, Bar Camp und Pecha Kucha bringt gewerblichen UnternehmerInnen gewinnende Ideen - und Fachgruppenmitgliedern neue KundInnen.
Initiativen, die im Rahmen dieser Veranstaltungen entstehen, werden weiter betreut. Eine Absage an Einzelveranstaltungen alten Stils mit zugekauften (oft schlechten) „Vortragsstars“ , statt dessen ein dialogbereites Miteinander zum beiderseitigen Nutzen.
Zeitgemäßige Online-Kommunikation
Es ist skurril genug, dass moderne Online-Kommunikation überhaupt noch als Forderung genannt werden muss. Die Fachgruppe Werbung und Marktkommunikation muss endlich im 21. Jahrhundert ankommen. Der völlig veraltete Internetauftritt (dies gilt für alle Fachgruppen und auch den Bundesverband) muss völlig neu - dialogorientiert – gestaltet werden. Die dafür notwendigen Mittel sind vorhanden und müssen nur bereitgestellt werden.
3 - Faire Marktbedingungen für kleine Unternehmen
Die Fachgruppe buhlt zurzeit vor allem um ihre großen Player. Klingende Marken, fette Etats, Werbepreise von Cannes bis zum Staatspreis: die Fachgruppen agieren, als bestünde die Werbebranche nur aus Glamour und großen Namen.
Die Realität ist aber anders. Die überwiegende Zahl der Mitglieder sind kleine und kleinste Unternehmen, vor allem Ein-Personen-Unternehmen sind sehr häufig vertreten.
Gerade sie kommen aber sehr schwer an attraktive Aufträge. Arbeitsgemeinschaften werden in Ausschreibungen diskriminiert - sofern diese überhaupt so transparent stattfinden, dass alle Unternehmen rechtzeitig davon erfahren.
Diese intransparenten Bedingungen wollen wir ändern. Kreativität und Leistung soll entscheiden und nicht die Unternehmensgröße. Denn die Wirtschaftswunder finden sich unten den kleinen Unternehmen.
Transparenz am Markt - speziell bei öffentlichen Vergaben
Die Vergabe von (öffentlichen) Etats muss transparenter werden. Öffentliche Mittel werden vielfach missbraucht, um politische Interessen zu bedienen. Das Ergebnis istnicht zu übersehen. Ein Blick auf die Bilanz von Venus, Staatspreis, Effie & Co lehrt: seit Jahren gab es keine wirklich herausragende Public Information-Kampagne mehr.
Zentrale Kommunikationsaufgaben des Staates hingegen werden vernachlässigt . Beispiele sind etwa der schlechte Informationsstand über Funktionsweise der EU bzw. der demokratischen Institutionen in Österreich, wachsende Ressentiments gegen „Fremde“ und vieles mehr).
Wer wie viel an Steuermitteln für „Information“ ausgibt, ist für niemanden nachvollziehbar. Erster Schritt muss daher eine zentrale Meldeinstanz sein, bei der jeder Euro, der für öffentliche Kommunikation verwendet wird, gemeldet wird.
Dies muss vor der Ausschreibung geschehen, so dass diese Instanz auch als Informationsdienst für interessierte Agenturen dienen kann.
Weiters sind die Ausschreibungsbedingungen zu professionalisieren.
Für unsere wichtigsten langjährigen Forderungen erwarten wir künftig auch die Unterstützung der anderen Fraktionen:
- Bessere und professionellere Briefings, die das Kommunikationsziel definieren (und nicht einfach Verlage festlegen, die Mittel aus Inseratenschaltungen erhalten sollen.)
- faire Zulassungsbedingungen zur Teilnahme an Ausschreibungen (keine Eintrittsschwellen durch restriktive Anrechnungsbedingungen für Referenzen)
- keine Behinderung von Arbeitsgemeinschaften (etwa durch solidarische Haftung aller AG-Mitglieder für das ganze Projekt)
- Fristenlauf mit ausreichender Zeit und entsprechender Würdigung des kreativen Prozesses für die Entwicklung von Kampagnenideen
Kostentransparenz für Anbieter (Agenturen) wie Kunden (Auftraggeber). Statt einem Zurück zu (kartellrechtlich bedenklichen und am Markt ohnehin nicht umsetzbaren) Honorarrichtlinien müssen Eckpunkte definiert werden, die eine Vergleichbarkeit von Angeboten ermöglichen - zum Nutzen von Anbietern und Auftraggebern. Hier muss rasch ist ein Prozess unter Beteiligung der Branche durchgeführt werden.
Gewistamonopol brechen
Bei der Außenwerbung ist in Österreich eine so hohe Markkonzentration gegeben, dass jeglicher Wettbewerb im Keim erstickt wird. Die Grüne Wirtschaft bekennt sich klar zur Vielfalt im Zugang zum öffentlichen Raum (Stichwort Dreieckständer, Kulturplakat, Stromkästen und co.). Die Fachgruppe Wien ist hier nach wie vor in der Umsetzung einer Resolution des Ausschusses säumig.
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Freitag, Februar 19, 2010
Sonntag, August 30, 2009
BlogDay
Gerald Bäck hat mich schon vor einigen Tagen auf den BlogDay aufmerksam gemacht und hat angekündigt, dass er dort meinen Blog empfehlen wird. Danke an der Stelle dafür, ich freu mich ehrlich.
Natürlich möchte ich selbst auch daran teil nehmen, einzig mit der Zeit ist es ein kleines Problem. Morgen, am BlogDay selbst, geht es sowieso nicht und auch sonst ist derzeit Zeit schon wieder mal ein knappes Gut.
In aller Kürze möchte ich dennoch 5 Blogs vorstellen, die ich lesenswert finde (und man wird mir verzeihen, dass ich das schon am Vorabend tue).
Georg Günsberg ist nicht nur ein langjähriger Freund, er bietet auf seinem Blog auch eine sehr lesenwerte Mischung aus (in der Regel) politischen Analysen mit oft ungewohnten Blicken auf vermeintlich Vertrautes und er hat außerdem einen ausgezeichneten Musikgeschmack, den er ab und zu ebenfalls thematisiert.
Mein zweiter Tipp weicht schon etwas von der Regel ab: es ist der Diversity Marketing Blog, ein Gruppen Blog, mit dem wir dem Thema Vielfalt im Marketing etwas auf die Sprünge helfen wollen, der jedoch unter der Überlastung der AutorInnen leidet, denn Beiträge sind derzeit selten. Wenn jemand diese Plattform fachlich ebenfalls nutzen möchte - wir sind gern bereit, uns zu verbreitern.
Das Thema "Goldrausch in Ghana" behandelt der Globalist-Blog der Presse. Thomas Seifert berichtete mit Brigitte Reisinger, der Siegerin der Presse-Aktion Reporter 09. Seit der eigentliche Reisebericht vorbei ist, nutzt Thomas den Blog immer wieder für Berichte von seinen Reisen, die er als Außenpolitik-Journalist für Die Presse unternimmt.
Erst kürzlich aufgefallen ist mir Matthias Pleye und da man beim BlogDay ja den Horizont ein wenig erweitern soll, ein Hinweis auf seinen Blog Gedankenpflug. Er bietet Geschichten aus Berlin sowie Aphorismen und kleine Weisheiten wie diese:
Goethe: „Wir sind naturforschend Pantheisten, dichtend Polytheisten, sittlich Monotheisten.” - Heute sind wir naturforschend Atheisten, dichtend Poptheisten und sittlich Polytheisten.
Und last but not least ein Twitter-Freak (damit ich ja die Grenzen sprenge): rupprECHT ist einer der aktivsten Kommunikatoren, die ich kenne. You may follow him.
BlogDay 2009
Natürlich möchte ich selbst auch daran teil nehmen, einzig mit der Zeit ist es ein kleines Problem. Morgen, am BlogDay selbst, geht es sowieso nicht und auch sonst ist derzeit Zeit schon wieder mal ein knappes Gut.
In aller Kürze möchte ich dennoch 5 Blogs vorstellen, die ich lesenswert finde (und man wird mir verzeihen, dass ich das schon am Vorabend tue).
Georg Günsberg ist nicht nur ein langjähriger Freund, er bietet auf seinem Blog auch eine sehr lesenwerte Mischung aus (in der Regel) politischen Analysen mit oft ungewohnten Blicken auf vermeintlich Vertrautes und er hat außerdem einen ausgezeichneten Musikgeschmack, den er ab und zu ebenfalls thematisiert.
Mein zweiter Tipp weicht schon etwas von der Regel ab: es ist der Diversity Marketing Blog, ein Gruppen Blog, mit dem wir dem Thema Vielfalt im Marketing etwas auf die Sprünge helfen wollen, der jedoch unter der Überlastung der AutorInnen leidet, denn Beiträge sind derzeit selten. Wenn jemand diese Plattform fachlich ebenfalls nutzen möchte - wir sind gern bereit, uns zu verbreitern.
Das Thema "Goldrausch in Ghana" behandelt der Globalist-Blog der Presse. Thomas Seifert berichtete mit Brigitte Reisinger, der Siegerin der Presse-Aktion Reporter 09. Seit der eigentliche Reisebericht vorbei ist, nutzt Thomas den Blog immer wieder für Berichte von seinen Reisen, die er als Außenpolitik-Journalist für Die Presse unternimmt.
Erst kürzlich aufgefallen ist mir Matthias Pleye und da man beim BlogDay ja den Horizont ein wenig erweitern soll, ein Hinweis auf seinen Blog Gedankenpflug. Er bietet Geschichten aus Berlin sowie Aphorismen und kleine Weisheiten wie diese:
Goethe: „Wir sind naturforschend Pantheisten, dichtend Polytheisten, sittlich Monotheisten.” - Heute sind wir naturforschend Atheisten, dichtend Poptheisten und sittlich Polytheisten.
Und last but not least ein Twitter-Freak (damit ich ja die Grenzen sprenge): rupprECHT ist einer der aktivsten Kommunikatoren, die ich kenne. You may follow him.
BlogDay 2009
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Samstag, August 29, 2009
Grenzen des Wachstums
Dennis Meadows - Autor von "Grenzen des Wachstums" 35 Jahre danach im Interview. Lesenswert.
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Donnerstag, August 27, 2009
In letzter Zeit
Wien verdoppelt seine Förderaktion für den ARBO in Form der so genannten Verschrottungsprämie für Fahrräder. Außer, dass hier eine SPÖ-Vorfeldorganistion in Kontakt mit potentiellen neuen Mitgliedern kommt, dürfte die Wirkung der Aktion beschränkt bleiben. Auf den modal Split in Wien wird diese Aktion ebensowenig Einfluss haben wie auf die Verkehrssicherheit. Aber die Politik zum Thema Radfahren in der Stadt Wien war immer schon von schönen Worten und schwachen Taten geprägt, wie die historische Analyse zum Radwegenetz von Sándor Békési, Kurator im Wien Museum, zeigt.
...
Christoph Leitl will ein neues Konjunturpaket, für Bau und Gewerbe. Immerhin hat er ein wenig gelernt und will 300 Mio. Euro für thermische Sanierung. Eine späte Erkenntnis, diese Forderung haben wir schon Anfang der 90er-Jahre bei Global 2000 erhoben und damals schon durchgerechnet, welche volkswirtschaftlichen Vorteile dies bringen würde. Aber es wird wohl bei der Forderung bleiben, denn Wirtschaftsminister Mitterlehner hat dies reflexartig als Voodoo-Ökonomie abgelehnt. Hier menschelts wohl auch, konnte doch die frühere ewige Nummer zwei der Wirtschaftskammer dem ehemaligen Chef endlich mal zeigen, wo der Bartl den Most holt. Innovative Ansätze lassen indes beide vermissen.
...
Mit den ersten beiden Konjunkturpaketen hat ja Österreich im internationalen Vergleich "einen umfangreichen Konjunkturimpuls" (Wifo) gesetzt. Das Wifo hat nun eine Analyse vorgelegt, was damit bewirkt wurde. Mit Ausgaben von 3,5% des nominellen BIP 2008 konnte der Einbruch des BIP für 2009 und 2010 lt. Wifo um 2,1% gedämpft werden. Oder, in Arbeitsplätzen ausgedrückt: 41.000 Arbeitsplätze blieben erhalten, der Anstieg der Arbeitslosenrate würde auf 0,7% gedämpft. Umgerechnet bedeutet das (das ist jetzt aber eine Milchmädchenrechnung), dass jeder dieser Arbeitsplätze mit knapp 240.000,- Euro gestützt wurde. Abgesehen davon, dass ich mir effizientere Fördermaßnahmen vorstellen könnte, bleibt die Frage der Nachhaltigkeit. Der Anteil so genannte Zukunftsinvestitionen lag bei diesen Paketen nur bei 30 % (noch einmal Stichwort Verschrottungprämie), erläuterte Wifo-Expertin Margit Schratzenstaller-Altzinger in Alpbach und bei der gleichen Veranstaltung meinte der ehemalige EU-Kommissar Franz Fischler, dass "die Bereitschaft, aus der aktuellen Krise substanziell zu lernen, kaum ausgeprägt ist." Ich habe dieser Analyse im Moment eigentlich nichts hinzuzufügen.
...
Andreas Unterberger ist ein Journalist mit in der Regel so kruden rechts-außen Meinungen, dass man ihn eigentlich getrost links liegen lassen kann. Doch in seinem Tagebuch diese Woche, genauer am Dienstag, vertritt er mit seiner AlleinerzieherInnen-Phobie eine Ansicht, die offenkundig ÖVP-Haltung und in der Regierung mehrheitsfähig ist. Daher zerre ich ihn doch zur Abwechslung mal aus seinem Trotzwinkel: Er schreibt von den gefährlichen Alleinerzieherinnen (ER meint sicher nur Frauen) die nur behaupten müssten, ihr Partner wäre gefährlich und schon - schwuppdiwupp - völlig unberechtigt genausolang Kindergeld beziehen könnten wie Ehepaare.
Leider denkt so auch die gesamte ÖVP (Marek, entzaubert) und die SPÖ hat in Wahrheit auch nichts entgegen zu setzen.
Auf der Strecke bleiben nicht nur wieder einmal die "gefährlichen" Alleinerzieherinnen (sicher zu 100 Prozent böswillige Egoistinnen, nur auf ihren Vorteil bedacht) sondern auch die Kinder. Denn auf den - einzig logischen - Ansatz, dass "Kindergeld" in gleicher Höhe für jedes Kind (und nicht pro Kopf der Erziehungsberechtigten) bemessen werden sollte, scheint in diesem eigenartigen Land kaum jemand zu kommen.
Selbst die Grünen argumentieren nicht am Punkt. Daniela Musiol verlangt, dass "Alleinerziehenden jene Monate, die normalerweise dem Partner zustehen, ausbezahlt werden." Damit bleibt auch hier das Bild, als würden die Alleinerziehenden etwas verlangen, das ihnen eigentlich nicht zusteht. So wird man der VP nicht beikommen.
Dabei ist es so einfach: das Geld gehört den Kindern. Jedem einzelnen steht gleich viel zu. Die Eltern (ob Alleinerziehende oder Paare) sind nur die VerwalterInnen der Mittel. Ist das so schwer zu begreifen?
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Christoph Leitl will ein neues Konjunturpaket, für Bau und Gewerbe. Immerhin hat er ein wenig gelernt und will 300 Mio. Euro für thermische Sanierung. Eine späte Erkenntnis, diese Forderung haben wir schon Anfang der 90er-Jahre bei Global 2000 erhoben und damals schon durchgerechnet, welche volkswirtschaftlichen Vorteile dies bringen würde. Aber es wird wohl bei der Forderung bleiben, denn Wirtschaftsminister Mitterlehner hat dies reflexartig als Voodoo-Ökonomie abgelehnt. Hier menschelts wohl auch, konnte doch die frühere ewige Nummer zwei der Wirtschaftskammer dem ehemaligen Chef endlich mal zeigen, wo der Bartl den Most holt. Innovative Ansätze lassen indes beide vermissen.
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Mit den ersten beiden Konjunkturpaketen hat ja Österreich im internationalen Vergleich "einen umfangreichen Konjunkturimpuls" (Wifo) gesetzt. Das Wifo hat nun eine Analyse vorgelegt, was damit bewirkt wurde. Mit Ausgaben von 3,5% des nominellen BIP 2008 konnte der Einbruch des BIP für 2009 und 2010 lt. Wifo um 2,1% gedämpft werden. Oder, in Arbeitsplätzen ausgedrückt: 41.000 Arbeitsplätze blieben erhalten, der Anstieg der Arbeitslosenrate würde auf 0,7% gedämpft. Umgerechnet bedeutet das (das ist jetzt aber eine Milchmädchenrechnung), dass jeder dieser Arbeitsplätze mit knapp 240.000,- Euro gestützt wurde. Abgesehen davon, dass ich mir effizientere Fördermaßnahmen vorstellen könnte, bleibt die Frage der Nachhaltigkeit. Der Anteil so genannte Zukunftsinvestitionen lag bei diesen Paketen nur bei 30 % (noch einmal Stichwort Verschrottungprämie), erläuterte Wifo-Expertin Margit Schratzenstaller-Altzinger in Alpbach und bei der gleichen Veranstaltung meinte der ehemalige EU-Kommissar Franz Fischler, dass "die Bereitschaft, aus der aktuellen Krise substanziell zu lernen, kaum ausgeprägt ist." Ich habe dieser Analyse im Moment eigentlich nichts hinzuzufügen.
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Andreas Unterberger ist ein Journalist mit in der Regel so kruden rechts-außen Meinungen, dass man ihn eigentlich getrost links liegen lassen kann. Doch in seinem Tagebuch diese Woche, genauer am Dienstag, vertritt er mit seiner AlleinerzieherInnen-Phobie eine Ansicht, die offenkundig ÖVP-Haltung und in der Regierung mehrheitsfähig ist. Daher zerre ich ihn doch zur Abwechslung mal aus seinem Trotzwinkel: Er schreibt von den gefährlichen Alleinerzieherinnen (ER meint sicher nur Frauen) die nur behaupten müssten, ihr Partner wäre gefährlich und schon - schwuppdiwupp - völlig unberechtigt genausolang Kindergeld beziehen könnten wie Ehepaare.
Leider denkt so auch die gesamte ÖVP (Marek, entzaubert) und die SPÖ hat in Wahrheit auch nichts entgegen zu setzen.
Auf der Strecke bleiben nicht nur wieder einmal die "gefährlichen" Alleinerzieherinnen (sicher zu 100 Prozent böswillige Egoistinnen, nur auf ihren Vorteil bedacht) sondern auch die Kinder. Denn auf den - einzig logischen - Ansatz, dass "Kindergeld" in gleicher Höhe für jedes Kind (und nicht pro Kopf der Erziehungsberechtigten) bemessen werden sollte, scheint in diesem eigenartigen Land kaum jemand zu kommen.
Selbst die Grünen argumentieren nicht am Punkt. Daniela Musiol verlangt, dass "Alleinerziehenden jene Monate, die normalerweise dem Partner zustehen, ausbezahlt werden." Damit bleibt auch hier das Bild, als würden die Alleinerziehenden etwas verlangen, das ihnen eigentlich nicht zusteht. So wird man der VP nicht beikommen.
Dabei ist es so einfach: das Geld gehört den Kindern. Jedem einzelnen steht gleich viel zu. Die Eltern (ob Alleinerziehende oder Paare) sind nur die VerwalterInnen der Mittel. Ist das so schwer zu begreifen?
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Mittwoch, August 05, 2009
Zu wenig Energie

Ungefähr 1500 "Gewinner" wird die gestern veranstaltete Lotterie um Photovoltaik-Förderung in Österreich ausweisen. 7000 Antragsteller konnten trotz überlastetem Server Ihre Anträge einreichen, um einen Teil der 18 Mio. € Fördermittel für ihr Projekt zu ergattern. Im Vorjahr waren binnen 18 Minuten 9 Mio. auf 820 Projekte verteilt. Formal läuft die Antragsfrist ja noch bis November, de facto war das Fördervolumen binnen weniger Stunden ausgeschöpft. Genauer gesagt: es ist um 350 Prozent überzeichnet (sh. Grafik). In der Steiermark wurde sogar beinahe die neunfache Summe eingereicht, als letztlich bewilligt werden kann. Und in diesen Zahlen sind jene, die am überlasteten Server scheiterten und gar nicht dazu kamen, ihre Projekte zu platzieren, noch gar nicht eingerechnet.
Dies ist in mehrfacher Hinsicht ärgerlich:
Für die Projektbetreiber bedeutet die Vorgangsweise, dass sie das ganze Jahr über im Ungewissen sind, ob es ihnen gelingen wird, in dem wenige Stunden langen Zeitfenster ihr Projekt zu platzieren um es so mit Glück vielleicht realisieren zu können. So kann man vielleicht Tickets für eine Fußballmeisterschaft vergeben, nicht aber Fördermittel für Projekte, denen eine genaue Planung und Kalkulation zugrunde liegt. Nicht zuletzt wegen dieser unzumutbaren Bedingungen haben wir diese Vergabe auch seitens der Grünen Wirtschaft kritisiert. Ein Fördermodell über gestützte Einspeisetarife wäre allemal fairer.
Die bereit gestellten Mittel sind viel zu gering. Das zeigt nicht nur der Andrang – es könnten wesentlich mehr Projekte realisiert werden – sondern auch die im internationalen Vergleich lächerlich geringen Investitionen in Strom aus Photovoltaik in Österreich. Tschechien beispielsweise rechnet heuer mit der Neuinstallation von 100 MWp Leistung, Deutschland mit etwa 2000, in Österreich hofft man, heuer erstmals die 10 MWp-Grenze zu übertreffen. 2008 wurden Neuanlagen mit einer Gesamtleistung von rund 3 MWp installiert, weniger als die Hälfte des Jahres 2003 und nur 1/50 des deutschen Zubaus – verglichen pro Kopf, wohlgemerkt.
Nicht viel anders sieht es bei Windenergie aus. "Dank" des Ökostromgesetzes von 2006 wurden im Jahr 2007 wurden nur zehn Windkraftanlagen mit insgesamt 19,5 MW und im Jahr 2008 lediglich sieben Anlagen mit insgesamt 14 MW errichtet. 2003 bis 2006 lag man bereits bei durchschnittlich 100 Anlagen mit 200 MW pro Jahr. "Mit der aktuellen Ausbaugeschwindigkeit benötigen wir 50 Jahre, um das Ökostromgesetz-Ziel von 700 MW Windkraft zu erreichen, das dort für 2015 vorgesehen ist. Die sieben Terawattstunden, die wir zur Erfüllung des EU-Zieles im Jahr 2020 brauchen, wären erst in 180 Jahren erreicht", kritisierte Mag. Stefan Hantsch, Geschäftsführer der IG Windkraft, bei der Präsentation der Jahresbilanz 2008.
Während in Deutschland der Markt für Erneuerbare Energien "täglich 80 neue Arbeitsplätze" schafft, steckt in Österreich noch immer viel zu wenig Energie in dem Thema. Es sind private Initiativen von engagierten UnternehmerInnen und von privaten Haushalten, die das Thema Erneuerbare Energie vorantreiben. Die Politik zaudert. Die zuständigen Minister Berlakovic und Mitterlehner haben mit der "Energeistrategie Österreich" Zielvorgaben gesetzt, die hinter den EU-Vorgaben zurückbleiben. Die Umweltorganisationen Greenpeace, WWF und Global 2000 protestierten. Bis Oktober, rechtzeitig vor der Klimakonferenz in Kopenhagen, sollen die Arbeitsgruppen konkrete Ergebnisse liefern. Derzeit lässt aber nichts darauf schliessen, dass seitens der Bundesregierung mehr Energie in eine Energiewende gesteckt würde. Wer weiß, vielleicht braucht es im Winter wieder verschlossene Gashähne in Rußland, um ein Umdenken zu bewirken, wenn schon Arbeitsplatzargumente, offensichtlich vorhandenes Engagement in Bevölkerung und Privatwirtschaft und international verpflichtende Klimaschutzziele nicht ausreichen, den Retro-Politikern in der Bundesregierung auf die Sprünge zu helfen.
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Freitag, Juni 19, 2009
Lichtblick

Ein Lichtblick war gestern die Lichterkette vor dem Parlament, organisiert von den beiden Studentinnen Romy Grasgruber und Maria Sofaly, bei der sich 3500 Menschen (plus weitere 600 in Graz) einfanden, um gegen das zunehmend aggressive rechte Klima im Land einzutreten. Ebensee, Graf, eine immer größere Gleichgültigkeit gegenüber politischen Aussagen von ganz rechts außen, die früher - genauer gesagt: vor schwarz-blau - wohl noch zum Rücktritt der betreffenden PolitikerInnen geführt hätten. Seit aber Schüssel diese rechten Rülpser legitimiert hat, nur um dafür auf den Kanzlersessel klettern zu dürfen, gleitet das Land immer weiter ab.
Ich hoffe sehr, dass diese Demonstration gestern ein erster Schritt zurück in die politische Normalität war.
Dass Graf, Strache und Co sich davon beeindrucken lassen, ist ja nicht zu erwarten. Aber je mehr Menschen klar machen, dass ihnen Demokratie, Toleranz, Anstand wichtige Werte sind, die sie zu verteidigen bereit sind, umso eher ist Hoffnung gegeben, dass SPÖ und ÖVP mit ihrer Anbiederung an den rechten Rand aufhören und sich endlich wieder darauf besinnen, welche Werte eine demokratische Partei vertreten sollte.
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Donnerstag, März 12, 2009
Diversity Marketing

Seit gestern offiziell Online ist der neue Diversity Marketing Blog. Damit wollen wir eine Plattform schaffen für Informationen und Diskusstionen über dieses Thema. Entsprechend der sechs Dimensionen, die auch im Diversity Management thematisiert werden (Ethnische Herkunft, Religion, Geschlecht, Sexuelle Orientierung, Besondere Bedürfnisse/Behinderungen sowie Alter), geht es beim Diversity Marketing darum, diese Zielgruppen entsprechend ihrer Lebenssituation, Werte, Erwartungen, ihres Glaubens und ihres Lebensstils zu erreichen und dafür geeignete Kommunikationskanäle zu nutzen. Im Blog sammeln wir Daten und Fakten, Fallbeispiele aber auch Meinungen. Ich bin zutiefst überzeugt, dass es sich bei Diversity Marketing um kein Minderheitenthema handelt, sondern dass aus diesem Bereich zahlreiche Innovationsimpulse auch für traditionelles Mainstream-Marketing kommen werden. Denn eines war immer schon klar: Vielfalt fördert Kreativität.
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Sonntag, Februar 22, 2009
Solarenergie - aber richtig
Schön langsam kommt auch bei traditionellen Energieunternehmen etwas Schwung in das Thema Solarenergie und E-Mobilität. Ob sie es ganz verstanden haben, ist aber noch nicht sicher. Dazu hab ich am ÖkoEnergie-Blog einen Beitrag verfasst.
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Freitag, Februar 06, 2009
Von 0 auf 100 in 4 Sekunden - ohne Abgase
Am Montag, den 16.2. kann man in Wien das schnellste Elektroauto der Welt begutachten. Treffpunkt ist um 14.45h beim SAS Palais Hotel. Als Testfahrer hat Ökonews, Österreichs größte Onlinezeitung für erneuerbare Energie und Nachhaltigkeit, die den Event organisiert, Umweltminister Berlakovich verpflichtet.
Der Tesla Roadster beschleunigt von 0 auf 100 km/h in 4 Sekunden und hat dabei eine Reichweite von immerhin schon 400 km.
Aus dem bekannten Autoland Schweiz ;-) kommt ein anderes spannendes Gefährt, der Mindset, der ab 2010 regulär im Handel erhältlich sein soll. Mitte Jänner hatte das Coupée Berlin-Premiere. Mit einer Spitzengeschwindigkeit von 140 km/h liegt die Reichweite derzeit bei 100 bis 200 km, je nach Fahrstil. Akku-Ladezeit 3 Stunden, möglich bei jeder Steckdose. Erhältlich soll der Mindset auch als Hybridfahrzeug sein, dann steigt die Reichweite auf 800 km bei einem CO2-Ausstoß von 79 g/km.
Noch nicht ganz so beeindruckend sind die Werte des Piaggio Elektro Porter, des Kleinlieferwagens von Piaggo, dessen Vorläufer immerhin schon seit 1995 am Markt waren, der aber bei 75 km Reichweite und 8 Stunden Ladezeit (bei externem Ladegerät 2 Stunden) derzeit wohl nur für den unmittelbaren Nahverkehr einsetzbar ist. Aber auch hier ist bald mit signifikaten Verbesserungen zu rechnen.
Was jetzt noch fehlt ist ein dichtes Netz von Stromtankstellen. Das wäre ja leicht umzusetzen. Dazu müssten nur die verschlafenen Retropolitiker Österreichs mal aufwachen und die richtigen Weichen stellen (statt Geld für Verschrottungsprämien auszugeben). Aber das hat Christoph Chorherr ja bereits letztes Jahr in seinem Blog gefordert.
Der Tesla Roadster beschleunigt von 0 auf 100 km/h in 4 Sekunden und hat dabei eine Reichweite von immerhin schon 400 km.
Aus dem bekannten Autoland Schweiz ;-) kommt ein anderes spannendes Gefährt, der Mindset, der ab 2010 regulär im Handel erhältlich sein soll. Mitte Jänner hatte das Coupée Berlin-Premiere. Mit einer Spitzengeschwindigkeit von 140 km/h liegt die Reichweite derzeit bei 100 bis 200 km, je nach Fahrstil. Akku-Ladezeit 3 Stunden, möglich bei jeder Steckdose. Erhältlich soll der Mindset auch als Hybridfahrzeug sein, dann steigt die Reichweite auf 800 km bei einem CO2-Ausstoß von 79 g/km.
Noch nicht ganz so beeindruckend sind die Werte des Piaggio Elektro Porter, des Kleinlieferwagens von Piaggo, dessen Vorläufer immerhin schon seit 1995 am Markt waren, der aber bei 75 km Reichweite und 8 Stunden Ladezeit (bei externem Ladegerät 2 Stunden) derzeit wohl nur für den unmittelbaren Nahverkehr einsetzbar ist. Aber auch hier ist bald mit signifikaten Verbesserungen zu rechnen.
Was jetzt noch fehlt ist ein dichtes Netz von Stromtankstellen. Das wäre ja leicht umzusetzen. Dazu müssten nur die verschlafenen Retropolitiker Österreichs mal aufwachen und die richtigen Weichen stellen (statt Geld für Verschrottungsprämien auszugeben). Aber das hat Christoph Chorherr ja bereits letztes Jahr in seinem Blog gefordert.
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Dienstag, Jänner 27, 2009
Globale Finanzausrede
Nach mehreren Wochen Blogger-Pause hat mir die ZiB soeben den Anlass geliefert, endlich wieder mal auch hier aktiv zu werden. Die Krise erfordere – so sinngemäß Kanzler und Vizekanzler – nun auch ein Eingreifen in den Volkswirtschaften Zentral- und Osteuropas. Österreichs Banken seien ja der größte Kreditgeber in diesen Ländern und bei vielen Krediten könne man nun nicht sicher sein, dass die Gelder zurückgezahlt werden könnten. Es geht um 230 Milliarden Euro, 70 % des österreichischen BIP. Schon morgen wolle man darüber mit Kanzlerin Merkel verhandeln.
Nun also doch. Nachdem man ja erst offiziell gemeint hatte, Österreichs Banken seien gar nicht so sehr betroffen, weil nicht in dem Maß in riskanten Derivatmärkten engagiert, hatte man dann doch – quasi vorbeugend – ein 100-Milliarden-Paket geschnürt. Und nun reicht das offenbar auch nicht mehr. Jetzt muss noch mehr geholfen werden.
Überhaupt ist derzeit Aktionismus angesagt in der Regierung. Kein Tag vergeht, ohne dass irgendeine Maßnahme angekündigt wird. Plan scheint dabei keiner vorhanden zu sein. Die Verschrottungsprämie für Altautos hilft am allerwenigsten der österreichischen Wirtschaft, päppelt aber das Gemüt von Herrenfahrern auf. Und nun soll also österreichisches Steuergeld für den osteuropäischen „Kreditschock“ verwendet werden.
Kein Wort allerdings auch diesmal von irgendwelchen Konsequenzen im bzw. mit System. Ein kurzer Vergleich: Auch Obama hilft „seinen“ US-Banken, kündigt aber zugleich wesentlich strengere Regeln für die Finanzbranche an.
Es ist, als würde diese globale Finanz- und Wirtschaftskrise wie in Zeitlupe an uns vorüberziehen. Keiner redet gern darüber, doch hinter der Hand sagt jeder die nächsten Schritte voraus. Z.B.: Wie lange wird es wohl noch dauern, bis wir den Kreditkartenunternehmen helfen müssen?
Ulrich Krystek, Professor an der FH Worms, befasst sich seit Jahrzehnten mit der Genese und dem Ablauf von Krisen und den Möglichkeiten, ihnen zu begegnen. Vereinfacht dargestellt, teilt er sie in diese vier Phasen:
1. Die potentielle Krise oder den Normalzustand. Hier sollten mögliche Krisenherde identifiziert und langfristige Strategien danach ausgerichtet werden.
2. Die Frühphase, in der erste Auswirkungen sichtbar werden. Geeignete Strategien können den Ausbruch der totalen Krise noch verhindern. In dieser Phase stehen noch viele Handlungsalternativen offen, der Entscheidungsdruck ist noch gering.
3. Die akute Phase, in der bereits die zerstörerische Wirkung der Krise sichtbar wird. Zeit- und Entscheidungsdruck nehmen zu, Handlungsspielräume werden enger. Trotzdem kann noch immer gegengesteuert und die Krise bewältigt werden.
4. In der Finalphase gerät das Geschehen außer Kontrolle, der Zeitdruck wird immer größer, getroffene Maßnahmen verpuffen, die Krise ist kaum noch zu steuern und die Ziele geraten außer Reichweite.
Gemessen an den spürbaren Auswirkungen in der Realität, befinden wir uns an sich nach dieser Kategorisierung in Phase 2. (All jene, die große Verluste an der Börse hinnehmen mussten, mehr noch aber jene, die bereits von Kurzarbeit betroffen sind oder gar ihren Job verloren haben, mögen mir diese Einschätzung verzeihen.) Doch ohne eine klare Perspektive – und die ist in der Regierungspolitik nicht erkennbar – wird es bald enger werden. Dabei wäre die Finanzkrise – würde sie nicht nur als Ausrede für blinden Aktionismus und Klientelpolitik genutzt – ein Anlass, auch endlich die wesentlich bedrohlichere Krise mit beherzter Politik anzugehen: die Klimakrise. Die Pläne dafür gibt es und sie wären – mit Kosten von weniger als 1% des globalen BIB – auch leichter finanzierbar als der osteuropäische „Kreditschock“.
Nun also doch. Nachdem man ja erst offiziell gemeint hatte, Österreichs Banken seien gar nicht so sehr betroffen, weil nicht in dem Maß in riskanten Derivatmärkten engagiert, hatte man dann doch – quasi vorbeugend – ein 100-Milliarden-Paket geschnürt. Und nun reicht das offenbar auch nicht mehr. Jetzt muss noch mehr geholfen werden.
Überhaupt ist derzeit Aktionismus angesagt in der Regierung. Kein Tag vergeht, ohne dass irgendeine Maßnahme angekündigt wird. Plan scheint dabei keiner vorhanden zu sein. Die Verschrottungsprämie für Altautos hilft am allerwenigsten der österreichischen Wirtschaft, päppelt aber das Gemüt von Herrenfahrern auf. Und nun soll also österreichisches Steuergeld für den osteuropäischen „Kreditschock“ verwendet werden.
Kein Wort allerdings auch diesmal von irgendwelchen Konsequenzen im bzw. mit System. Ein kurzer Vergleich: Auch Obama hilft „seinen“ US-Banken, kündigt aber zugleich wesentlich strengere Regeln für die Finanzbranche an.
Es ist, als würde diese globale Finanz- und Wirtschaftskrise wie in Zeitlupe an uns vorüberziehen. Keiner redet gern darüber, doch hinter der Hand sagt jeder die nächsten Schritte voraus. Z.B.: Wie lange wird es wohl noch dauern, bis wir den Kreditkartenunternehmen helfen müssen?
Ulrich Krystek, Professor an der FH Worms, befasst sich seit Jahrzehnten mit der Genese und dem Ablauf von Krisen und den Möglichkeiten, ihnen zu begegnen. Vereinfacht dargestellt, teilt er sie in diese vier Phasen:
1. Die potentielle Krise oder den Normalzustand. Hier sollten mögliche Krisenherde identifiziert und langfristige Strategien danach ausgerichtet werden.
2. Die Frühphase, in der erste Auswirkungen sichtbar werden. Geeignete Strategien können den Ausbruch der totalen Krise noch verhindern. In dieser Phase stehen noch viele Handlungsalternativen offen, der Entscheidungsdruck ist noch gering.
3. Die akute Phase, in der bereits die zerstörerische Wirkung der Krise sichtbar wird. Zeit- und Entscheidungsdruck nehmen zu, Handlungsspielräume werden enger. Trotzdem kann noch immer gegengesteuert und die Krise bewältigt werden.
4. In der Finalphase gerät das Geschehen außer Kontrolle, der Zeitdruck wird immer größer, getroffene Maßnahmen verpuffen, die Krise ist kaum noch zu steuern und die Ziele geraten außer Reichweite.
Gemessen an den spürbaren Auswirkungen in der Realität, befinden wir uns an sich nach dieser Kategorisierung in Phase 2. (All jene, die große Verluste an der Börse hinnehmen mussten, mehr noch aber jene, die bereits von Kurzarbeit betroffen sind oder gar ihren Job verloren haben, mögen mir diese Einschätzung verzeihen.) Doch ohne eine klare Perspektive – und die ist in der Regierungspolitik nicht erkennbar – wird es bald enger werden. Dabei wäre die Finanzkrise – würde sie nicht nur als Ausrede für blinden Aktionismus und Klientelpolitik genutzt – ein Anlass, auch endlich die wesentlich bedrohlichere Krise mit beherzter Politik anzugehen: die Klimakrise. Die Pläne dafür gibt es und sie wären – mit Kosten von weniger als 1% des globalen BIB – auch leichter finanzierbar als der osteuropäische „Kreditschock“.
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Mittwoch, Dezember 10, 2008
Story of Stuff

Die Free Range Studios sind schon länger weltweit bekannt für origielle und unterhaltsame Vermittlung ökologischer Inhalte. Klassiker des Unternehmens sind z. B. Storewars, eine Bio-Food-Persiflage des Science-Fiction-Klassikers oder The Meatrix.
Nun ist der viel beachtete Film der Kreativschmiede zum Thema Stoffkreislauf und Recycling, The Story of Stuff, auch mit deutschen (sowie wahlweise auch arabischen, niederländischen, französischen, hebräischen, chinesischen - mandarin, portugiesischen, spanischen und thailändischen) Untertiteln erschienen.
Im Detail wohl an manchen Stellen etwas "amerikanisch" doch auf alle Fälle Wert, sich 20 Minuten Zeit zu nehmen und den Film anzusehen. Denn: Ja, wir alle wissen es - aber es verdrängt sich so leicht im Alltag.
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Mittwoch, Dezember 03, 2008
Freie Medien am 9.12.
Pluralität und medienkulturelle Vielfalt sind am 9.12. Thema beim 1. Tag der Freien Medien im Fluc. Mit Infoständen, Präsentationen und Filmbeiträgen wenden sich Medien wie The GAP, Okto, Skug, fm5 und viele andere an die Öffentlichkeit, um ihre Anliegen zu präsentieren.
Geprägt ist die freie Medienszene von ehrenamtlichen Engagement bis hin zur Selbstaufgabe. Medienförderung gibt es wenig bis gar keine. "Österreichs freie Medien sind unabhängig, gesellschaftlich relevant, arbeiten höchst professionell
und vor allem politisch unabhängig", so der Präsident des Österreichischen Medienverbandes, Martin Aschauer.
Tag der Freien Medien
Fluc (Wanne), Praterstern 5, 1020 Wien
9.12.2008, ab 15:00
16:00 Uhr: Eröffnung der Veranstaltung durch Martin Aschauer. Im Anschluss: Medienforum/Medienmesse: Medienvielfalt erleben. Infostände der Freien Medien Wiens. Time to Network.
18:00 Uhr: Freie Medien on stage: Ausgewählte Medien präsentieren ihre Arbeit und ihre Schwerpunkte am Podium. (ca. 10 Minuten pro Medium inkl. Q & A)
19:30 Uhr: Podiumsdiskussion zur Schieflage Freier Medien in Österreich - Aufgabe und Stellenwert der Freien Medien in Wien. Moderation: Karin Resetarits
21:30 Uhr: Konzert für Freie Medien
Petsch Moser unplugged, weitere Bands angefragt
DJ Line up- hosted by Resident:
Makeedo (funk), Se.Vero (dubstep), Intoxicated (breaks), fry (drum 'n' bass)
Eintritt: Freie Spende
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Mittwoch, November 12, 2008
Ithuba
Christoph Chorherr ist einer jener Politiker, die sich nicht nur mit Worten, sondern konkreten Taten engagieren. Eines seiner vielen Projekte ist das Ithuba Skills College in Südafrika. Gemeinsam mit StudentInnen aus Österreich und Deutschland hat CC eine Schule errichtet. Nun hab ich auf seinem Blog einen Videobericht über das Projekt gefunden. Sieben Minuten die zeigen, wie viel Sinn es macht, sich zu engagieren.
Sonntag, Oktober 12, 2008
Wind, useful
Der TV-Spot des deutschen Windenergie-Unternehmens Epuron konnte zwar am Wettbewerb in Portoroz nicht teilnehmen, der Film der Hamburger Agentur Nordpol fand aber dennoch sein Publikum. Durch zahlreiche Preise (Gold in Cannes, beim ADC, in New York und Montreux) ausgezeichnet, präsentierte ihn Donald Gunn in seiner Präsentation als einen Beitrag "we will not forget from 2008". Und Julian Boulding präsentierte Nordpol als eine der besten Agenturen in seinem Network unabhängiger Agenturen, thenetworkone.
Ich suche ihn hier jedoch auch und vor allem deswegen aus, weil er sich dem Thema Windenergie von völlig anderer, überraschender Seite nähert, sein Publikum berührt und einer sonst sperrigen, mit vielen Zahlen und Öko-Argumenten präsentierten Sache eine emotionale Dimension verleiht. Werbung, wie sie sein soll.
Ich suche ihn hier jedoch auch und vor allem deswegen aus, weil er sich dem Thema Windenergie von völlig anderer, überraschender Seite nähert, sein Publikum berührt und einer sonst sperrigen, mit vielen Zahlen und Öko-Argumenten präsentierten Sache eine emotionale Dimension verleiht. Werbung, wie sie sein soll.
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Patagonia - Footprint
Ich hätte nicht unbedingt erwartet, vom Golden Drum-Festival Ideen für Umweltschutz mitzunehmen. Doch Paul Kemp-Robertson vom Contagious Magazine brachte ein Beispiel für innovatives Marketing, das meine beiden Leidenschaften - nachhaltige Wirtschaft und gutes Marketing - vereint:
Patagonia, amerikanischer Hersteller von Outdoor-Kleidung, hat die bisher wahrscheinlich kompletteste Umsetzung des Footprint-Gedankens in seinem Marketing. Auf der Website ist zu jedem Produkt jeder Produktionsschritt genau dokumentiert. Patagonia nimmt das Interesse seiner Kunden (genauzu wissen, was man am Leib trägt) ernst wie meines Wissens bisher kein anderer Anbieter am Markt - und hat Erfolg damit.
Patagonia, amerikanischer Hersteller von Outdoor-Kleidung, hat die bisher wahrscheinlich kompletteste Umsetzung des Footprint-Gedankens in seinem Marketing. Auf der Website ist zu jedem Produkt jeder Produktionsschritt genau dokumentiert. Patagonia nimmt das Interesse seiner Kunden (genauzu wissen, was man am Leib trägt) ernst wie meines Wissens bisher kein anderer Anbieter am Markt - und hat Erfolg damit.
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Mittwoch, Oktober 08, 2008
Google-Solar
Günter Strobl macht am Ökoenergie-Blog auf Google aufmerksam. Auf dem Dach der Konzernzentrale sind 1,5 MW Solarpanele installiert. Mit Bild in Google-Earth. Schön anzusehen.
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Dienstag, Oktober 07, 2008
Sammel-Posting
Nein, ich hab den Blog nicht aufgegeben, nur hatte ich einfach keine Zeit, die letzten zwei Wochen. Inzwischen ist so viel passiert, dass ich gar nicht weiß, wo anfangen. Also "delegiere" ich.
Zum Wahlergebnis wurde schon jede Menge geschrieben. Nur ein Satz: Begeistert bin ich nicht, überrascht allerdings auch nicht. Schon am 29. September hat Helge auf seinem Blog eine lesenswerte Analyse zum Abschneiden der Grünen geliefert, die ich hier nachreiche.
Anschliessen möchte ich mich auch dem Dank an Alexander van der Bellen, da hat mir Christoph Chorherr aus der Seele gesprochen.
Von den Tagen vor der Wahl - eigentlich wollte ich ja noch mehr über die Medienmesse berichten - nur so viel: Während manche Aussteller sich über mangelnden Zulauf beklagten, hatten wir drei Tage lang volles Haus. Danke an unsere Mitaussteller Die Graphische, Fachhochschule St. Pölten, Universitätslehrgang Werbung und Verkauf, Werbeakademie sowie die Medienbeobachter/Firma Observer und das Marktforschungsinstitut Mindtake. Auch die Zusammenarbeit mit dem Fachverband Telekom, mit dem wir unsere Medienpolitischen Forderungen vorstellten und mit der AWO, die Marktreports über die Kommunikationsmärkte in Tschechien, Slowakei, Ungarn und Slowenien präsentierte, war sehr positiv, ich freu mich auf künftige Kooperation. Und der Workshop, den wir mit der EACA zum Thema verantwortungsvolle Werbung am Beispiel Alkoholwerbung ausrichteten - immerhin eine Europapremiere - hat ebenfalls sehr positives Echo ausgelöst. (Eigentlich kein Wunder, dass ich keine Zeit mehr fand, über all die Aktivitäten zu berichten.)
Morgen geht es nach Portoroz, zum Golden Drum Festival. Ich freu mich auf gute Werbung aus ca. 40 europäischen Ländern - und nehme mir vor, künftig wieder regelmäßiger zu posten.
Zum Wahlergebnis wurde schon jede Menge geschrieben. Nur ein Satz: Begeistert bin ich nicht, überrascht allerdings auch nicht. Schon am 29. September hat Helge auf seinem Blog eine lesenswerte Analyse zum Abschneiden der Grünen geliefert, die ich hier nachreiche.
Anschliessen möchte ich mich auch dem Dank an Alexander van der Bellen, da hat mir Christoph Chorherr aus der Seele gesprochen.
Von den Tagen vor der Wahl - eigentlich wollte ich ja noch mehr über die Medienmesse berichten - nur so viel: Während manche Aussteller sich über mangelnden Zulauf beklagten, hatten wir drei Tage lang volles Haus. Danke an unsere Mitaussteller Die Graphische, Fachhochschule St. Pölten, Universitätslehrgang Werbung und Verkauf, Werbeakademie sowie die Medienbeobachter/Firma Observer und das Marktforschungsinstitut Mindtake. Auch die Zusammenarbeit mit dem Fachverband Telekom, mit dem wir unsere Medienpolitischen Forderungen vorstellten und mit der AWO, die Marktreports über die Kommunikationsmärkte in Tschechien, Slowakei, Ungarn und Slowenien präsentierte, war sehr positiv, ich freu mich auf künftige Kooperation. Und der Workshop, den wir mit der EACA zum Thema verantwortungsvolle Werbung am Beispiel Alkoholwerbung ausrichteten - immerhin eine Europapremiere - hat ebenfalls sehr positives Echo ausgelöst. (Eigentlich kein Wunder, dass ich keine Zeit mehr fand, über all die Aktivitäten zu berichten.)
Morgen geht es nach Portoroz, zum Golden Drum Festival. Ich freu mich auf gute Werbung aus ca. 40 europäischen Ländern - und nehme mir vor, künftig wieder regelmäßiger zu posten.
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Sonntag, September 21, 2008
Öko-Film 2
Es sind eine Reihe von Beiträgen zusammen gekommen beim Öko-Film-Wettbewerb von OKTO und der Ökostrom AG. Die Top 10 sind bereits in der Online-Auslage zu sehen. Der Sieger wird am 9. Oktober im Rahmen des großen Finales im WUK gekührt. Neben den Filmen gibt es Live Acts (Savoir Vivre, Rauherz) sowie an den Turntables DJ Christian Schachinger.
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Dienstag, September 16, 2008
Ökoenergie
Heute ist mein erster Beitrag im Ökoenergie-Blog erschienen. Raiffeisen Leasing hat mich eingeladen, ab nun regelmäßig Beiträge für dieses neue Forum zu schreiben. Ich bin der erste externe Autor, der eingeladen wurde und ich habe diese Einladung mit Freude angenommen. Mein erster Beitrag führt in den Ausschuss für Industrie, Forschung und Energie des Europäischen Parlaments.
Die Energiewende ist die große Herausforderungen, der wir uns stellen müssen. Dazu braucht es Umdenken und Aktionen auf sehr viel verschiedenen Ebenen. Sehr konkret und anschaulich gelingt das immer wieder Christoph Chorherr, der kürzlich unter die Video-Blogger gegangen ist. Anschauen.
Die Energiewende ist die große Herausforderungen, der wir uns stellen müssen. Dazu braucht es Umdenken und Aktionen auf sehr viel verschiedenen Ebenen. Sehr konkret und anschaulich gelingt das immer wieder Christoph Chorherr, der kürzlich unter die Video-Blogger gegangen ist. Anschauen.
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Donnerstag, September 11, 2008
Vielfalt vereint
Kompliment an Simon Inou und sein Team von M-Media für die gelungene Premiere der Medien Messe Migration. Fast 40 Aussteller und interessante Diskussionen zeigen ein lebendiges Bild einer zunehmend selbstbewussten Medienlandschaft, die von Menschen mit Migrationshintergrund gemacht wird. Es ist gelungen, dieses Segment der Öffentlichkeit sichtbar zu machen und es ist ein sehr positives, dynamisches Bild, das ich heute zu sehen bekam. Kurz: Ich hab heute eine Reihe toller Menschen kennen gelernt.
Schön wäre gewesen, dieses Bild auch bei der „großen“ Medienmesse übernächste Woche zu zeigen, doch das ist heuer – noch – nicht gelungen.(1) Aber auch so noch einmal: Gratulation.
Ich konnte die Veranstaltung nutzen, um in einer Arbeitgruppe das Thema Diversity Marketing (im Sinne einer umfassenden Marketingstrategie, die verschiedene Teilöffentlichkeit spezifisch anspricht) zu diskutieren und da werden wir bald mit einem eigenen Projekt an die Öffentlichkeit treten. Dazu in einigen Wochen mehr, wenn wir startbereit sind.
Morgen gibt es noch einen Tag mit spannendem Programm (10:30h: Finanzierung von MigrantInnen-Medien, 13h: Mentoring-Programme, 15:30h: MigrantInnen in österreichischen Medien).
Medien.Messe.Migration
Hörsaalzentrum am Campus der Uni Wien
Altes AKH: Spitalgasse 2/Hof 2
1090 Wien
Schön wäre gewesen, dieses Bild auch bei der „großen“ Medienmesse übernächste Woche zu zeigen, doch das ist heuer – noch – nicht gelungen.(1) Aber auch so noch einmal: Gratulation.
Ich konnte die Veranstaltung nutzen, um in einer Arbeitgruppe das Thema Diversity Marketing (im Sinne einer umfassenden Marketingstrategie, die verschiedene Teilöffentlichkeit spezifisch anspricht) zu diskutieren und da werden wir bald mit einem eigenen Projekt an die Öffentlichkeit treten. Dazu in einigen Wochen mehr, wenn wir startbereit sind.
Morgen gibt es noch einen Tag mit spannendem Programm (10:30h: Finanzierung von MigrantInnen-Medien, 13h: Mentoring-Programme, 15:30h: MigrantInnen in österreichischen Medien).
Medien.Messe.Migration
Hörsaalzentrum am Campus der Uni Wien
Altes AKH: Spitalgasse 2/Hof 2
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